Rek’Sai
die Leerenwühlerin
Die Sande Shurimas bergen unzählige Geschichten. Die meisten handeln von längst vergessenen Zivilisationen, doch manche künden von Schrecken in den Dünen. Die Nomaden und Händler kennen die Erzählungen zur Genüge, denn die blutigen Überreste ihresgleichen beweisen, dass eine Bestie der Leere in der Tiefe lauert. Und während manche Shurima bereisen, ohne je von dem grauenhaften Monster gehört zu haben, oder so stolz sind zu glauben, sie wären stark genug, um ihrem Angriff zu trotzen, überleben nur wenige lange, haben sie Rek’Sais Territorium erst einmal betreten.

Fähigkeiten

Passive Fähigkeit: Zorn der Xer’Sai

Rek’Sais Zorn steigt an, wenn sie ihre Gegner angreift. Das Wühlen verzehrt ihren Zorn und stellt für kurze Zeit ihr Leben wieder her.

Q: Wut der Königin - Beutesucher

Überirdisch – Wut der Königin

Rek’Sai schlägt um sich und fügt allen Gegnern um sie herum mit ihren nächsten drei normalen Angriffen Schaden zu.

Unterirdisch – Beutesucher

Rek’Sai feuert in gerader Linie einen Skillshot aus Leerenenergie ab, der beim Treffen des ersten Gegners detoniert und dem Ziel und allen nahen Gegnern, die ebenfalls von der Explosion erwischt wurden, Schaden zufügt und diese aufdeckt.

W: Eingraben - Ausgraben

Überirdisch – Eingraben

Rek’Sai gräbt sich in den Untergrund, erhält Erschütterungssinn (eine einzigartige Mechanik, die Rek’Sai alle gegnerischen Bewegungen in ihrem weiteren Umfeld anzeigt) und beschleunigtes Lauftempo, was zu Lasten ihrer Sichtweite und dem Zugang zu ihren normalen Angriffen geht. Während sie sich umher bewegt ignoriert sie Zusammenstöße mit Einheiten.

Unterirdisch – Ausgraben

Rek’Sai schießt an die Oberfläche, schlägt nahe Gegner hoch und fügt ihnen Schaden zu.

E: Wütender Biss - Tunnel

Überirdisch – Wütender Biss

Rek’Sai beißt ihr Ziel und fügt basierend auf ihrer Wut zunehmenden Schaden oder, falls ihre Wutanzeige voll ist, absoluten Schaden zu.

Unterirdisch – Tunnel

Rek’Sai gräbt in eine beliebige Richtung und baut so lang bestehenbleibende Tunneleingänge an den zwei Enden ihres Pfads.

R: Leerenansturm

Passive Fähigkeit: Rek’Sai erhält erhöhtes Angriffstempo.

Aktive Fähigkeit: Rek’Sai bündelt kurz ihre Energie, gräbt sich dann ein und schießt zu einem ihrer Tunnel. Sobald sie diesen verlässt, erhält sie für kurze Zeit ein deutlich erhöhtes Lauftempo.

Spielweise

Rek’Sai ist ein mächtiges und bewegliches Monster, das gut in den Dschungel der Kluft der Beschwörer passt. Der clevere Einsatz ihrer Tunnel verleiht Rek’Sai unvergleichliche Beweglichkeit quer durch den Dschungel, bis hinein in gegnerisches Gebiet. Dort angekommen ist sie am besten darin, ihrem Gegenspieler im Verborgenen Konter zu bieten, bevor sie die gegnerischen Laner aus den ungewöhnlichen Winkeln angreift, die ihr ihre Tunnel bieten.

Junglen

Rek’Sai ist in jeder Phase des Spiels eine bewegliche Bedrohung. Sie baut in ihrem Dschungel Tunnel, durch die sie von Lager zu Lager huschen kann. Sie vergräbt sich aber nicht nur schnell, sie tötet auch zügig. „Wut der Königin“ richtet ein Blutbad unter den Monstern eines Lagers an und fügt jedem Gegner in ihrer Nähe massiven Flächenschaden zu, wohingegen „Wütender Biss“ Einzelzielen mächtigen Schaden zufügt. Monster wehren sich, aber Rek’Sai kann das Gemetzel, wenn sie ausreichend Zorn gesammelt hat, lange genug durchhalten, indem sie sich eingräbt. Dadurch stellt sie ihr Leben wieder her und kann zum nächsten Lager rasen. Ist ihr Dschungel leer, wird es Zeit, dass sich Rek’Sai in den gegnerischen Dschungel aufmacht.

„Erschütterungssinn“ ist das zentrale Element von Rek’Sais Konter-Jungling-Streifzügen. Statt auf einen direkten Zweikampf konzentriert sich bei diesen auf die Zerstörung gegnerischer Lager, während ihr Gegner weiter entfernt ist. Indem sie auf Bewegungen in der gewählten Richtung achtet, kann Rek’Sai zumindest herausfinden, wo ihr gegnerischer Jungler sich nicht befindet. Mit diesem Wissen gräbt sie sich ein und stiehlt Lager, räumt dem Gegner wirkungsvoll den eigenen Dschungel leer und zwingt ihn in verfrühte Kämpfe oder, noch schlimmer, in Rek’Sais Höhlen. Wehe denen, die sich zu weit in das Reich der Wühlerin hineinwagen. Ihre Tunnel bieten ihr unglaubliche Beweglichkeit und mit ihrer guten Sichtkontrolle kann Rek’Sai problemlos ihre Verbündeten koordinieren, während sie herumirrende Ziele jagt.

Dann sind da noch ihre Hinterhalte. Rek’Sais relativ schwache Schadensspitzen machen es sinnvoller für sie, für ihre Verbündeten, die mehr Schaden zufügen, Hinterhalte vorzubereiten, indem sie ihr Ziel verlangsamt und so an der Flucht hindert. Das Wichtigste ist, dass Rek’Sais Tunnel ihr einzigartige Winkel bieten, aus denen heraus sie in den gegnerischen Lanes angreifen kann, um ihr Ziel mit „Beutesucher“ Schaden zuzufügen, bevor sie sich unter ihm an die Oberfläche gräbt. Das Hochschlagen verschafft den meisten Assassinen genug Zeit, sich die Tötung zu sichern, doch selbst wenn ihr Gegner noch am Leben ist, kann Rek’Sai sich auf ihre eigenen Fähigkeiten verlassen, insbesondere „Wut der Königin“ und „Wütender Biss“, um zusätzlichen Schaden beizusteuern.

Teamkämpfe

Im mittleren Spielverlauf geht Rek’Sai am besten so vor, dass sie sich ihre einzigartige Sicht und ihre Tunnel zunutze macht und das Wissen über gegnerische Bewegungen nutzt, um allein auf den Seitenlanes Vasallen und Türme abzuräumen oder sich isolierte Ziele herauszupicken. Beim Split-Pushing macht sie dank „Wut der Königin“ kurzen Prozess mit den Vasallen, schiebt ihre eigenen Vasallen zu den Türmen und zwingt das gegnerische Team dadurch zu einer Reaktion. Durch „Erschütterungssinn“ ist sie auch stets darüber im Bilde, wo sich ihre Gegner aufhalten. Dadurch kann sie sich durch die unzähligen Tunnel, die sie bereits gegraben hat, bewegen und so die Gegner umgehen, die gekommen sind, um den Vorstoß zu beenden. Ihre Mobilität geht aber noch weiter. „Leerenansturm“ befähigt Rek’Sai, sich zu einem beliebigen Tunnel zu graben, wodurch sie möglicherweise in Sekundenschnelle die ganze Kluft des Beschwörers durchqueren kann.

Aber wann soll man die ultimative Fähigkeit einsetzen? Hat sie durch Split-Pushing die Aufmerksamkeit des Gegners auf sich gezogen, kann sich Rek’Sai geschwind an einen andern Ort bewegen, wo ihre Verbündeten schon in einer anderen Lane auf sie warten. Durch den neu erhaltenen zahlenmäßigen Vorteil können Türme bezwungen oder andere Ziele beansprucht werden. Alternativ stellt ein Geheimtunnel ins gegnerische Lager eine perfekte Möglichkeit für einen Angriff durch die Hintertür im späten Spiel dar, während Tunnel in der Nähe der eigenen Basis es Rek’Sai ermöglichen, zurückzuweichen und bei der Verteidigung zu helfen, wenn der Gegner vor der Tür steht. Im frühen und mittleren Spiel bietet „Leerenansturm“ Rek’Sai nach jedem Rückruf einen sofortigen Zugang in ihrem Dschungel. Sie kann also weiter Lager auslöschen und Erfahrung und Gold sammeln, während ihr Gegenüber noch auf den Weg in seinen Dschungel ist.

Bei großen Teamkämpfen ist es am sinnvollsten, wenn Rek’Sai nach einer soliden Eröffnung zum Einsatz kommt und durch das Hochschießen bei Einsatz von „Ausgraben“ Primärziele verfolgt und stellt. Im Kampf muss sie Tempo zeigen und so schnell wie möglich Zorn aufbauen, bevor sie dann ihren Gegner mit „Wütender Biss“ zerfleischt. Der Schaden hängt von ihrem Zornbalken ab und wird bei voller Anzeige zum absoluten Schaden. Nach dem Austeilen heißt es für Rek’Sai Überleben. „Eingraben“ gibt ihr das nötige Lauftempo und die Lebensregeneration, um dem Gegenschlag auszuweichen bzw. sich von ihm zu erholen und gibt ihr die Gelegenheit, durch „Ausgraben“ die Gegner, die sie beinahe getötet hätten, ihren Damage Dealern auszuliefern.

Synergien

Versteht sich gut mit:

Lux, die Lady des Lichts

Alle Fähigkeiten von Lux lassen sich jederzeit gut mit denen von Rek’Sai kombinieren. Frühe „Lichtfesseln“ helfen Rek’Sai dabei, sich in die richtige Position zu begeben, aus der sie an die Oberfläche schießt. In Teamkämpfen gewähren „Schillernde Singularität“ und „Beutesucher“ weite Sicht auf ihre Gegner. Rek’Sai ist zwar kein zartes Pflänzlein, aber „Prismatische Barriere“ hilft ihr, zusätzlichen Schaden abzuwenden, während sie sich zum Kampf begibt.


Malphite, die Scherbe des Monolithen

Massenkontrolle ist angesagt, wenn sich Rek’Sai und Malphite für Teamkämpfe zusammentun. „Unaufhaltsame Gewalt“ ist perfekt für eine Eröffnung mit Flächenschaden, denn Rek’Sai kann sich unterirdisch nähern und ihre Gegner noch einmal mit „Ausgraben“ gen Himmel schießen, bevor sie sich mit „Wut der Königin“ und „Wütender Biss“ um ihre Ziele kümmert.


Kassadin, der Leerengänger

Im mittleren Spiel können sich Kassadin und Rek’Sai zusammentun und einen kleinen, mobilen Aufräumtrupp bilden. Beide sind beweglich genug, um über die Karte zu düsen, und wenn Rek’Sai ihr Ziel erst einmal durch „Ausgraben“ fixiert hat, kann Kass ordentlich Schaden zufügen, um für sein Team eine Tötung zu verbuchen.

Unbequem wird es mit:

Kalista, der Speer der Rache

Rek’Sai bestraft diejenigen, die sie zu fassen bekommt, aber sie hat Schwierigkeiten mit Gegnern, die um sie herumtänzeln, vor allem mit Kalista. „Kriegerische Anmut“ erlaubt dem Speer der Rache, andauernd um die Leerenwühlerin herumzuhuschen und strafenden Schaden mit ihren normalen Angriffen und „Durchbohren“ zuzufügen.


Lee Sin, der blinde Mönch

Als einer der bedeutendsten Konterjungler in League verfügt Lee Sin durch „Schallwelle“ und „Lebensretter“ über Schaden, Zähigkeit und Mobilität, die nötig sind, um Rek’Sai zu jagen und zu töten, wann immer sie versucht, sich ihren Weg in den Dschungel des blinden Mönchs zu graben.


Ziggs, der Hexplosions-Experte

„Hexplosives Minenfeld“ und „Sprengladung“ machen Ziggs zu einem schwierigen Ziel für Rek’Sais Hinterhalte während der Lane-Phase, doch damit noch nicht genug. Selbst wenn Rek’Sai es schafft, durch einen Split-Push recht viele Vasallen zum gegnerischen Turm zu drängen, kann die Reichweite und Macht der „Megainferno-Bombe“ die Vasallen schnell auslöschen und die Karte wieder ausgleichen.

Einblicke in die Championentwicklung

Rek’Sai, entwickelt von Beat Punchbeef

Als wir an Rek’Sai arbeiteten, hatten wir zwei Konzepte im Sinn: Buddlerin und Landhai. Als wir die Idee konkretisierten, wurde sehr schnell klar, dass wir zuerst herausfinden mussten, was so einzigartig und unterhaltsam daran ist, sich unter der Erde zu befinden. Erste Prototypen halfen uns bei der Feststellung, dass es unsichtbar sein nicht ganz trifft. Dauerhaftes Tarnen ist bereits Evelynns Spezialität, aber, und das ist noch wichtiger, das Gruseligste an einem Hai ist es zu sehen, wie die allseits bekannte Unheil verkündende Rückenflosse einen umkreist, und das Wissen, dass man nichts dagegen tun kann.

Als wir die Grundlagen des Vergrabenseins kannten, wurde es Zeit zu klären, was man in diesem Zustand eigentlich tun kann. Als erstes dachten wir an das Konzept, durch Bewegung ausgelöste Vibrationen zu spüren, und das einzusetzen, um Beute aufzuspüren. Das verschaffte uns die Möglichkeit, etwas über eure Ziele zu erfahren, ähnlich wie bei der Tarnung, aber ohne befürchten zu müssen, dass die Spieler, die das von der anderen Seite erleben, zutiefst frustriert sind. Außerdem beschert es den Spielern aller Seiten aufregende Momente. Rek’Sai kann sich wie ein geheimer Jäger fühlen, während ihre Gegner die Anspannung spüren und die Furcht, dass etwas da draußen ist, das sie beobachtet.

Jetzt, wo wir einen Champion haben, der sich eingräbt und die Beute aus weiter Entfernung unbemerkt aufspüren kann, was gibt es denn noch? Wenn man ein wahrer Jäger sein will, reicht es nicht, nur zu wissen, wo sich die Beute befindet. Es geht darum, den richtigen Augenblick zum Zuschlagen zu erkennen. Daher musste Rek’Sai sich flexibel über die Karte bewegen können, damit sie um das Ziel, das sie verfolgt, unbemerkt herumtänzeln kann. Hier kommen die Tunnel ins Spiel. Unter der Erde hat Rek’Sai das Sagen und läppische Hindernisse wie Mauern interessieren sie nicht. Tunnel geben ihr die Freiheit, jederzeit überall auf der Karte zu sein und sich intensiv zu überlegen, wie und wo sie ihre ahnungslose Beute angreifen will.

Das wär's für den Augenblick! Lasst uns in den Kommentaren wissen, was ihr von Rek‘Sai haltet!