Autor: ChristinMarie

Legendär im Team


Wer eine Runde damit beendet, sein eigenes Team zu verfluchen, hat den Sinn von einem Teamspiel wie League of Legends offensichtlich nicht verstanden. Immerhin geht es darum, seine Rolle im Team bestmöglich auszufüllen und sich auf seine Verbündeten verlassen zu können. Ein Teamspiel ist darauf ausgelegt, gemeinsam Erfolge zu erzielen. Wer kann schon Baron Nashor alleine töten? Eine Fünffachtötung ohne Unterstützungen eigener Verbündeter machen? Erfahrungsgemäß ist es häufig nicht die Laning-Phase, die ein Spiel entscheidet, sondern die Gruppenkämpfe im Anschluss. Ein erzieltes Ass am gegnerischen Team kann eine bereits verlorene Lane wieder ins Gleichgewicht rücken. Verbündete, die im Team spielen, gewinnen häufiger – darauf werden Spieler im Ladebildschirm noch einmal hingewiesen. Auf dem Weg zur Legende sollte man also niemals das eigene Team vergessen.


Blutrausch: “WTF?!”
Wer glaubt nicht das ein oder andere Mal, eine Situation souveräner hätte meistern zu können, als es der verbündete Mitspieler getan hat? Genau dann sollte nicht vergessen werden, dass alle Teammitglieder dasselbe Ziel verfolgen: den gemeinschaftlichen Sieg. Gewinnen kann man schließlich nur gemeinsam und seine Mitspieler zu beleidigen, ist nicht der richtige Weg.

Berserker: “GG WP SCHEISS TEAM!”
Den Gruppenkampf gewonnen, aber das nur der eigenen Leistung zu verdanken? Spieler, denen die Tötungen zufallen, vergessen leicht den Anteil, den ihre Teamkameraden daran tragen. Ein Maokai, der früh gestorben ist, nachdem er den gesamten Schaden auf sich genommen hat, der für den AD-Carry bestimmt war, kann schnell als Feeder abgestempelt werden.


Unaufhaltbar: “HÖRT AUF, MEINEN FARM ZU KLAUEN!”
Eine gute Runde zu haben und im Gegensatz zu seinen Teammitgliedern auf Farm und Feed gekommen zu sein, ist kein Freifahrtsschein, alles für sich selbst zu beanspruchen. Den eigenen Vorteil zu nutzen, um schwächeren Verbündeten zu helfen ihren Rückstand gut zu machen, ist der nachhaltige Weg, eine legendäre Runde zu spielen.

Gottgleich: “BESCHÜTZT MICH!”
Warum wirft mir Thresh keine Laterne zu? Wo bleibt der Stun von Jax? Die Erwartungshaltung vom eigenen Team beschützt zu werden, übersteigt häufig die Anerkennung wertvoller Hilfe. Schnell ist vergessen, dass Threshs Laterne bereits den Kampf in der Drachengrube eröffnet hat und Jax Betäubungsschlag schon den gegnerischen AD-Carry ausgeschaltet hat.

Legendär: “DANKE FÜR'S CARRYEN!”
Wer von seinem Team Lob und Bewunderung für erhaltene Ränge erwartet, muss auch selbst in der Lage sein, die Spielweise seiner Mitspieler anzuerkennen, gelungene Aktionen zu loben und den zu würdigen, der Gegenstände kauft, die dem ganzen Team einen Vorteil verschaffen. Einen flüchtenden Gegner mit der ultimativen Fähigkeit nur deshalb noch zu erwischen, weil Anivias sehendes Auge Sichtfeld gewährt hat, bedeutet gutes Teamspiel. Nur wer den längsten Blutrausch nicht nur der eigenen Brillanz sondern der guten Zusammenarbeit zuschreiben kann, ist wahrlich legendär.
Wer siegen will, sollte sein Team nicht auf dem Weg zurücklassen.


Mehr über Patrick Deza findet ihr hier:
GALERIE - FACEBOOK