In ihrem Element: Der ultimative Lux-Anmeldebildschirm

von bananaband1t

Die Geschichte von Lux der Elemente erzählt von inneren Konflikten und jede ihrer zehn Formen wurde bewusst entwickelt, um eine bestimmte Emotion zu verkörpern. Die Feinheiten von Empfindungen in eine typische Anmeldeanimation zu integrieren, war eine ziemlich große Herausforderung. Auf den alten Anmeldebildschirmen wurden die Champions häufig in der Ferne dargestellt, wodurch es schwierig wurde, ihre Gesichtsausdrücke zu erkennen. Um Lux’ emotionale Reise besser vermitteln zu können, erstellten die Künstler Leagues erste porträtähnliche Anmeldeanimation.


Moment, ist das Lux?

Die Lichtform von Lux der Elemente: Während der Entwicklung

Wenn man sich die Silhouette eines Champions ansieht, gibt es visuelle Hinweise, die ihn von den anderen Champions unterscheiden. Übergroße Handschuhe lassen schon aus der Entfernung erkennen, dass es sich um Piltovers Vollstreckerin handelt, ein Laternenpfahl deutet auf jemanden hin, der keine richtige Waffe hat. Ohne diese ikonischen Charakteristiken könnte es beispielsweise schwierig werden, Poppy und Tristana auf den ersten Blick zu unterscheiden.

Der Künstler Suke „hugehugesword“ wollte Lux’ Essenz in einem Standbild einfangen, ohne dabei auf ihre gesamte Figur oder ihren ikonischen Zauberstab (die den Wiedererkennungswert ihrer Silhouette ausmachen) zurückgreifen zu müssen. Nachdem er einen ersten Entwurf erstellt hatte, ging er damit zu anderen Riotern und stellt ihnen folgende Frage: Sieht das wie ein „League of Legends“-Champion aus und wenn ja, wer ist es?

In den ersten paar Entwürfen erkannten nur wenige die Magierin aus Demacia und die meisten Leute hatten das Gefühl, dem Bild würde die lebendige und freundliche Persönlichkeit fehlen, die Lux zu Lux macht. Suke nahm sich dieses Feedback zu Herzen und überarbeitete seinen Entwurf, indem er das Licht in ihren Augen und das Lächeln auf ihrem Gesicht stärker betonte. Als er den Leuten seine neuen Zeichnungen zeigte, sahen sie mehr als nur ein freundliches Gesicht. Sie sahen Lux.

Suke wollte mit jedem Bild von Lux der Elemente ein bestimmtes Gefühl zum Ausdruck bringen. Ihre Lichtform verkörpert die Hoffnung, was an ihren hellen Augen und dem Licht zu erkennen ist, das auf ihrem Gesicht tanzt. Ihre Feuerform basiert auf Zorn, und die dramatischen, kontrastierenden Farben ihrer Haare sowie ihr kantiges Gesicht sollen Härte vermitteln. Die Gelassenheit ist das Hauptthema ihrer Wasserform, was an Lux’ ruhigem Ausdruck und den kalten, beruhigenden Farben zu erkennen ist.

Hier sind einige Ebenen, die zu Lux’ Lichtform gehören … und dann wäre da noch das.

Wenn eine Illustration fertiggestellt wurde, wird sie in Ebenen aufgeteilt, die von Grafikern für Bewegungsabläufe individuell kontrolliert werden können. So können Lux’ Haare beispielsweise im Wind wehen, ohne dass ihre Schultern und ihr Gesicht von den Bewegungen beeinflusst werden. Manchmal benötigen die Ebenen auch Untermalungen, damit sich alles frei bewegen kann, ohne nicht illustrierte Bereiche zu enthüllen. Lux’ Augen wurden als Ganzes erstellt, um zu verhindern, dass Ränder entstehen, wenn sich ihr Blick verändert. Als Suke Lux’ Augäpfel gestaltete, amüsierte ihn das Overlay und er schickte ein Bild davon an sein Team – ein internes Meme war geboren.


Weniger ist mehr

Als die Grafiker für Bewegungsabläufe Adam „AdamKadamon“ Oliveira und Timothy „BumsAreCool“ Weiser zu Suke stießen, um die Illustrationen mit Bewegungen zu versehen, wussten sie anfangs nicht, wie sie Lux zum Leben erwecken sollten, ohne dabei von der Intimität des Porträts abzulenken. Die übliche Herangehensweise an das Animieren des Anmeldebildschirms, im Zuge derer kämpferische Posen mit dramatischen Animationen aufgepeppt wurden, hätte in diesem Fall nicht funktioniert. Daher wurde der Fokus auf subtile Gesichtsanimationen, Hintergrundbewegungen und Übergänge gelegt.

Durch Hebel an bestimmten Punkten des Bildes können die Künstler Lux’ Gesichtsausdrücke anpassen.

Die Augenbewegungen von Lux: Während der Entwicklung und im finalen Zustand

Es war nicht einfach. Bei den ersten Versuchen, die Augen in Bewegung zu setzten, schien Lux den Raum abzusuchen, anstatt den Spieler anzuschauen. „Die Leute haben immer wieder gesagt: ‚Ich wünschte, ihre Augen würden sich gar nicht bewegen’“, sagt Adam. Die Bewegungen waren so schnell, dass es so wirkte, als würde sie den Augenkontakt immer wieder unterbrechen wollen. Durch subtilere, natürlichere Augenbewegungen konnte die Verbindung zwischen Lux und ihren Betrachtern wiederhergestellt und ihrem Gesicht gleichzeitig Leben eingehaucht werden.

Außerdem nutzten Tim und Adam Bewegungen, um die Emotionen jedes Bildes einzufangen. Kleine Lichtwellen spiegeln sich auf dem Gesicht von Lux’ Wasserform, während heiße Lava durch das Haar ihrer Feuerform fließt. Die Verdeutlichung der Hoffnung in ihrer Lichtform war kniffliger, aber Tim war dennoch begeistert. „Ich bekomme selten die Gelegenheit, Dinge so süß wie möglich zu gestalten!“ Tim sagt: „Lichtblüten, Regenbögen, Geglitzer in den Haaren – ich habe mich so richtig ausgetobt.“


Wenn ein Plan funktioniert

Es war nicht einfach, drei individuelle Bilder zu einer einheitlichen, sich wiederholenden Animation zusammenzufügen. „Wir wollten, dass die Übergänge so aussehen, als würden sie zu Sukes Bildern gehören, und diese mit der Zeit verändern“, sagt Tim. In den frühen Versionen dieser Übergänge gab es stark kontrastierende Farben und ein aggressives Overlay, was vor allem für die Feuerform galt. Es handelte sich offensichtlich um Feuer, aber der Übergang passte nicht zum abstrakteren und weicheren Stil des Originals. Als der Übergang jedoch an die originale Farbsättigung und den Blickpunkt angepasst wurde, fühlte er sich wesentlich natürlicher an.

Übergang zur Feuerform: Während der Entwicklung und im finalen Zustand

Neben der Verbindung von drei unterschiedlichen Bildern schafften es die Übergänge auch, die Emotionen der einzelnen Formen zu intensivieren. Das Feuer ist beispielsweise so heiß, dass das Übergangs-Overlay mächtig und dramatisch wirkt, während die Gelassenheit des Wassers einen weichen, plätschernden Effekt hervorruft.

Man sieht den Moment in Lux’ Augen, in dem sie vom Zorn des Feuers zur Gelassenheit des Wassers wechselt. Adam sagt: „Es gibt einen Moment in der Feuerform, er dauert nicht einmal eine Sekunde, in dem Lux ihre Augen wütend zusammenpresst. Dann lässt sie los und findet Frieden.“ Etwas Ähnliches passiert, wenn Lux ihre Augen nach der Wasserform wieder öffnet, um im wahrsten Sinne des Wortes das Licht hereinzulassen. Dadurch wirken die Übergänge mehr als nur zweckdienlich: Sie repräsentieren Lux’ Suche nach ihrer wahren Natur.

Das Anmeldevideo wurde zur gleichen Zeit wie die Musik erstellt, dennoch passen die Übergänge perfekt zum Rhythmus. „Sie waren füreinander bestimmt“, scherzt Tim.


1 year ago