Noten jetzt verfügbar

von Ed the Conqueror

TEAM-KOMPOSITION: SPIELE UNSERE KOMMENTIERTEN MUSIKSTÜCKE SELBST NACH

Hier bei Riot geht es uns wirklich gut – wir dürfen Musik für großartige Projekte, inspirierende Champions und aufregende E-Sport-Veranstaltungen komponieren. Unser Ziel ist es, emotionale Musik zu schaffen, die der Leidenschaft würdig ist, die unsere Spieler mit ins Spiel bringen.

Und manchmal möchten diese Spieler auch selbst gewissen Stücken mit ihren Instrumenten Leben einhauchen. (Für uns als Komponisten gibt es fast nichts Schöneres, als zu hören, wie Musiker auf der ganzen Welt unsere Musik individuell interpretieren.) Aber wir sind so sehr damit beschäftigt, neue Musik zu schreiben, dass wir uns bisher nicht die Zeit nehmen konnten, die bereits vorhandenen Stücke verfügbar zu machen. Manche Spieler haben sich unheimlich viel Mühe gegeben, um unsere (oft komplizierten) Werke alleine zu entschlüsseln. Wir wissen diese Arbeit zu schätzen, aber wollen das Ganze erleichtern und manches direkt teilen.

Es ist schon lange überfällig, dass wir die offiziellen Noten zur Verfügung stellen. Deswegen wollten wir dich nicht auf die überarbeiteten Versionen warten lassen und möchten ein paar Rohfassungen veröffentlichen, die für unsere Aufnahmen zum Einsatz kamen.

Die Musiker, Dirigenten, Techniker und unser Team haben sie in genau diesem Zustand verwendet. Manche sehen eher ordentlich aus, während man anderen ansehen kann, wie wir uns beeilen mussten. In manchen sind noch Fehler zu finden, aber andere sind ziemlich perfekt. Manche wurden noch während der Aufnahme abgeändert („Wären die Trompeten vielleicht eine Oktave tiefer besser? Machen wir dieses A zwei Schläge länger. Cellos, spielt ein mezzoforte ‚plus‘, kein forte.“), aber diese mündlichen Absprachen wurden nicht auf Papier festgehalten. Wenn dir etwas seltsam erscheint, dann sieh es als Herausforderung an, höre dir die Aufnahme an und finde heraus, was bei der Aufzeichnung passiert ist!

Wir arbeiten daran, dir noch weitere Noten zur Verfügung zu stellen, egal ob in diesem Format oder in einem anderen. Wir können noch keine Versprechungen über ein „wie“ oder „wann“ geben, aber wir geben unser Bestes, so viel wie möglich zu liefern.

Viel Spaß damit!


Kled, der übellaunige Streiter

KLED-THEMA: NOTEN

Kled ist einer dieser Projekte, bei dem die musikalische Gestaltung bereits vom ersten Tag an glasklar war. Ich entschied mich dazu, die großen Geschütze aufzufahren (eine starke Blech- und Holzblasgruppe mit einem Celloensemble) und sie einer Sammlung an Bluegrass-Instrumenten (Gitarren, Dobro, Mandoline, Banjo usw.) gegenüberzustellen.

Obwohl Kled ein sehr direkter Charakter ist, wollte ich doch ein paar musikalische Feinheiten einbringen, insbesondere beim Wechsel der Dichte in den Instrumentenstimmen über die verschiedenen Musikphasen hinweg. Die Blech- und Holzbläser wurden getrennt von den Celli aufgenommen, wodurch die Finessen bei den Streichern noch mehr zum Vorschein kamen.

Ich möchte außerdem an dieser Stelle noch meine Dankbarkeit dafür ausdrücken, dass ich an einem Spiel arbeite, für das ich ein Tuba-Solo schreiben darf! Das passiert heutzutage nicht sehr häufig.

– Ed the Conqueror


Camille, der stählerne Schatten

CAMILLE-THEMA: NOTEN

Die Hauptmelodie von Camilles Musik wurde ursprünglich auf einem Synthesizer entwickelt, weil ich mit elektronischen Texturen experimentieren wollte, aber sie wurde später für die Violine angepasst. Ein großer Teil der melodischen Bewegungen entstand unter Einsatz des Pitch-Benders eines Keyboards. Hätte ich gewusst, dass sie am Ende auf der Violine gespielt wird, hätte ich mich allerdings wohl dagegen entschieden. Das Ergebnis war ziemlich interessant und „kantig“, was ihre Sprünge und hohe Präzision darstellt.

Ich habe für das Gleichgewicht zwischen akustischen und elektronischen Instrumenten viel experimentiert, um Frau und Maschine gegenüberzustellen. An einem Punkt klang die Textur des Stücks aber etwas zu sehr nach „PROJEKT“. Viele elektronische und motorische Elemente der lauteren Abschnitte wurden für das Cello umgeschrieben, was Camilles elitären Charakter besser hervorhebt und die Musik noch interessanter macht! Dies führte außerdem zum mittleren, eher barocken Teil. Den zu schreiben, hat viel Spaß gemacht.

Die Bogenmarkierungen habe ich absichtlich weggelassen, um die verschiedenen Möglichkeiten während der Aufnahme sehen zu können. Im letzten großen Abschnitt habe ich für die Violine lose Dreifachgriffe notiert und den Violinisten darum gebeten, für einen festen Klang mit dem Bogen zu improvisieren. Der Cellist hat diesen Teil ähnlich gespielt, nur eine Oktave tiefer.

Ein großes GG an Mark Robertson, David Low und Michelle Packman für ihr meisterliches Spielen!

– Chemicalseb


Tahm Kench, der König des Flusses

„TAHM KENCH“-THEMA: NOTEN

Diese Gitarrenskizze beinhaltet den Kern von Tahm Kenchs Thema. Für mich wurde die Musik erst richtig lebendig, als ich eines Nachmittags zufällig in einem kleinen Vintage-Gitarrenladen landete und eine alte National Resonator-Gitarre im „Robert Johnson“-Stil der 30er fand. Ich hätte schwören können, dass sie mich dort von der Wand aus anstarrte und etwas Lebendiges an sich hatte. Ich hatte zuvor noch nie eine Slide-Gitarre gespielt, aber mit dieser fühlte ich mich so gut wie Ry Cooder (na ja, nicht wirklich :P). Aber es war trotzdem ein seltsames Gefühl! Irgendwie hatte ich das Gefühl, das sie ein Tor zwischen den Welten war, was im Zusammenhang mit Thams Geschichte und seiner Existenz als Dämon auch passend schien.

Die „Dark Ambient“-Teile im Stück entstanden durch einen Haufen bearbeiteter Gitarrenstücke in Zusammenarbeit mit Lustmord (der Meister des Dark Ambient). Das Summen haben wir unserem fantastischen Dug Pinnick von King’s X zu verdanken.

– ProtoShredanoid


Demacia Rising

DEMACIA RISING: NOTEN

Diese Noten gewähren einen Einblick in den Bearbeitungsprozess, der oft nach der Aufnahme noch stattfindet. Nachdem wir die Aufnahme angehört hatten, entschlossen wir uns dazu, einige Takte der Einführung zu entfernen und einen Sologesang sowie einen Celloteil hinzuzufügen. Das sollte dem Stück etwas mehr Melodie und Textur verleihen. Nebenbei bemerkt entstand das Hauptstück ursprünglich für ein anderes Projekt, für einen Champion, der nicht aus Demacia stammt. Das passiert überraschend häufig: Während wir an einem Projekt arbeiten, komponieren wir eine Melodie, die zwar als musikalisches Thema funktioniert, aber nicht ganz zu dem gegenwärtigen Projekt passt. Diese verworfenen Stücke finden oft an unerwarteten Stellen ein zweites Leben.

– Scherzo


1 year ago


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