Kalista
der Speer der Vergeltung

Nachdem sie heimtückisch ermordet wurde, erhob sich Kalista als Geist, verdorben durch die schreckliche Macht der Schatteninseln. Im Tod unterbreitet sie den Bewohnern Runeterras einen Vorschlag: Verschreibe deine Seele dem Speer der Vergeltung, so wird er im Gegenzug Rache an denen nehmen, die dich verraten haben.

Gegenstände

Der schwarze Speer

Aktiv: Kalista bietet einem Verbündeten Champion einen Pakt an. Sollte dieser einwilligen, wird der Gegenstand verbraucht und die beiden sind für den Rest des Spiels seelenverbunden. Wenn der Pakt angenommen wurde, wird „Seelenverbunden“, ein passiver Effekt auf „Wachposten“, aktiviert und erlaubt es Kalista, „Ruf des Schicksals“ einzusetzen, wenn sie es freischaltet.

Fähigkeiten

Passive Fähigkeit: Kriegerische Anmut

Anstatt die Bewegung ihres normalen Angriffs abzubrechen, springt Kalista auf Befehl in die Richtung des Klicks, nachdem sie den Angriff abgeschlossen hat. Kalista springt weiter, wenn sie sich von ihrem Ziel weg bewegt.

Q: Aufspießen

Kalista schleudert einen Speer, der am ersten getroffenen Gegner Schaden verursacht und ihm eine Steigerung „Reißen“ hinzufügt. „Aufspießen“ löst zudem „Kriegerische Anmut“ aus.

W: Wachposten

Passiv: Seelenverbunden – Wenn Kalista und ihr seelenverbundener Verbündeter gleichzeitig einen Vasallen, ein Monster oder einen gegnerischen Champion angreifen, verursachen sie zusätzlichen magischen Schaden.

Aktiv: Kalista befiehlt einem Wachposten, ein Gebiet zu bewachen. Der Wachposten patrouilliert ein paar Mal auf gerader Linie auf und ab. Er ist Angriffen von hinten gegenüber ungeschützt, da er nur in einem kegelförmigen Bereich vor sich sieht, und schreit, falls er einen gegnerischen Champion ausmacht. „

E: Reißen

Kalistas normale Angriffe und der Speer von „Aufspießen“ verbleiben kurze Zeit in ihrem Ziel. „Reißen“ bewirkt, dass sie die Speere aus ihren Gegnern zieht, sie dadurch verlangsamt und pro Speer, der aus dem Ziel gezogen wird, erhöhten Schaden verursacht. Die Abklingzeit wird durch das Töten eines gegnerischen Champions zurückgesetzt. Der Speer lässt sich unendlich steigern und verschwindet nur, falls Kalista ihren Ansturm nicht aufrechterhalten kann.

R: Ruf des Schicksals

Kalista positioniert ihren seelenverbundenen Verbündeten neben sich, sodass er nicht ins Ziel genommen werden kann, und deaktiviert seine Fähigkeiten. Während „Ruf des Schicksals“ erhält Kalistas Seelenverbundener eine neue Fähigkeit, die es diesem erlaubt, in eine Zielrichtung zu sprinten und getroffene Gegner hochzuschlagen.

Spielweise

Kalista ist eine Schützin, die mit ihrem Seelenverbundenen zusammenarbeitet, um viel anhalten Schaden zu verursachen, auf das volle Repertoire ihrer Fähigkeiten zuzugreifen und ihre Gegner unter ihrem erbarmungslosen Ansturm ausdörren zu lassen. Kalistas Potenzial wird durch zuverlässige Kommunikation und Kooperation mit ihren Verbündeten anstatt durch pures mechanisches Können freigesetzt. Auch wenn sie für sich genommen durchaus spielbar ist, fehlen Kalista der zusätzliche Schaden und der effektive Einsatz ihrer ultimativen Fähigkeit mit „Seelenverbunden“, wenn sie nicht direkt mit ihrem Verbündeten zusammenarbeitet.

Laning

In der Lane folgt Kalista dem bekannten Schützenschema des Farmens und stetigen Drangsalierens, mit einer wichtigen Ausnahme: „Kriegerische Anmut“ macht das Kiten zum festen Bestandteil ihrer Fertigkeiten. Damit kann sich Kalista nach jedem normalen Angriff neu positionieren, indem sie in Gefahrenzonen hinein und wieder heraus springt, um Widersacher anzugreifen. „Seelenverbunden“ erlaubt es Kalista und ihrem Verbündeten, schnell jeden Vasallen umzuhauen, wodurch sie ihre Gegenspieler zwingen, unter dem Turm zu farmen, und garantiert fast, Stufe 2 vor ihren Gegnern zu erreichen. Wenn sie in der Lane vorangekommen ist, kann Kalista einen Wachposten den Fluss auf und ab schicken, der nach Gefahren Ausschau hält. Diese Fähigkeit erleichtert ihrem Supporter das Sicht-Management, sodass beide weniger Zeit in der Basis und mehr Zeit damit verbringen können, das Tempo in der Lane vorzugeben.

Bei Schlagabtauschen landet Kalista „Aufspießen“, um „Reißen“ auszulösen und so furchtbar schnell Schaden auszuteilen. Kalista entscheidet, wann sie „Ruf des Schicksals“ erhöht, während ihr Seelenverbundener, der oft ein Supporter ist, letztlich entscheidet, wo er seine Wirkung entfaltet. Sollten Kalista oder ihr Seelenverbundener einem gegnerischen Champion ordentlich Massenkontrolle verabreicht haben, eignet sich „Ruf des Schicksals“ wunderbar, um Schaden zu verursachen und Gegner festzusetzen, wodurch Kalista den tödlichen Speer werfen kann.

Teamkämpfe

Da sie weder auf große Reichweite noch auf verlässliche Fluchtmöglichkeiten setzen kann, baut Kalista auf Positionierung in den hinteren Reihen und fürsorglichen Schutz durch ihre Verbündeten. Bevor ein Teamkampf ausbricht, sollte Kalista „Wachposten“ einsetzen, um zu versuchen, hinterlistige Gegner etwas abseits des Geschehens auszumachen. Wenn die Schlacht im vollen Gange ist, teilt Kalista starken, anhaltenden Schaden durch normale Angriffe aus und bleibt durch klugen Einsatz von „Kriegerische Anmut“ auf der sicheren Seite. Mit genügend Zeit und zuverlässigem Loseisen von den Gegnern schießen Kalistas Speere aus der hinteren Reihe jedes Geplänkels und Teamkampfs. Schaden und Steigerungen summieren sich schnell, wodurch Kalista mit „Reißen“ zur entschlossenen Vollstreckerin wird.

Ruf des Schicksals

Durch ihre Vielseitigkeit ist die ultimative Fähigkeit gut geeignet, um Gegner von den Verbündeten wegzubekommen, als Beginn einer Wombo Combo oder als Rettung für euren Seelenverbundenen – und wenn sie voll ausgeschöpft wird, sogar in allen drei Situationen. Gegen eine Gruppe, die geballt auf Gegner springt, kann ein gut abgepasster „Ruf des Schicksals“ eine Verfolgungsjagd zum Erliegen bringen und dient anschließend als Gegenangriff für euer Team. Falls Kalistas Seelenverbundener geschnappt wird, bringt eine schnelle ultimative Fähigkeit ihn wieder in Sicherheit, da sie jegliche vom Gegner aufgewendete Massenkontrolle verbrennt und die Möglichkeit zum Abhauen oder erneuten Angreifen bietet. Mutige Kalista-Spieler (und noch mutigere Seelenverbundene) können Wombo Combos abfeuern oder nach einem harten Start nachlegen, um den Platz zu schaffen, den Kalista benötigt, um aus den hinteren Reihen aufzuräumen.

Synergien

Versteht sich gut mit:

Leona - Der strahlende Sonnenaufgang

Tank-Supporter wie der strahlende Sonnenaufgang sind für „Ruf des Schicksals“ perfekt. Nachdem sie von Kalista in das Getümmel geworfen wurde, kann Leona „Zenitklinge“ nutzen, um dort, wo es nötig ist, Massenkontrolle einzusetzen. Es gibt auch noch zusätzliche Punkte für die gleichzeitige Aktivierung von „Sonnenlicht“ und „Seelenverbunden“.


Janna - Die Wut des Sturms

Zunächst mag es nicht als sonderlich gute Idee erscheinen, die zierliche Janna in das gegnerische Team zu katapultieren, doch „Ruf des Schicksals“ und „Monsun“ in Kombination sprengen das gegnerische Team.


Malphite - Die Scherbe des Monolithen

Stellt euch vor, wie „Ruf des Schicksals“ und „Unaufhaltsame Gewalt“ der Reihe nach in das gegnerische Team klatschen – mit dem doppelten Flächenhochschlagen gewinnt ihr nahezu jeden Kampf.

Unbequem wird es mit:

Zyra - Die Gebieterin der Dornen

Durch Kalistas langsame normale Angriffe ist sie sehr anfällig gegenüber „Packende Wurzeln“. Der Speer der Vergeltung muss „Kriegerische Anmut“ geschickt einsetzen, um gegen diese Lane-Gegnerin zu bestehen.


Ezreal - Der verwegene Forscher

Ezreals Fertigkeiten machen die Spitze von Kalistas Speer stumpf: Er ist ihr mit „Mystischer Schuss“ überlegen und kann der Gefahr durch „Reißen“ und „Ruf des Schicksals“ mithilfe eines schnellen „Arkanen Sprungs“ entgehen.


Maître Yi - Der Wuju-Schwertkämpfer

„Highlander“ macht Kalista Schwierigkeiten, da ihre primäre Fluchtfähigkeit eine Verlangsamung bewirkt. Falls Kalista und ihr Verbundener Master Yi nicht mit „Ruf des Schicksals“ festnageln können, gibt's Kalista-Geschnetzeltes nach Wuju-Art.

Einblicke in die Championentwicklung

Kalista, Spieldesign von CertainlyT

Durch Championvielfalt können wir eines unserer Hauptziele verfolgen: Jedes LoL-Spiel soll sich anders anfühlen als die vorangegangenen. Die Spielervielfalt ist genauso wichtig wie die Championvielfalt. Einige Gegner meiden Risiken, andere kämpfen schon früh und häufig. Sich an den einzigartigen Rhythmus jeder Runde anzupassen ist für den Erfolg essenziell. Aber League of Legends ist ein Teamspiel. Das Verhalten der eigenen Verbündeten zu erkennen und darauf zu reagieren ist gleichermaßen wichtig für den Sieg. Kalista eignet sich für Spieler, die Spaß daran haben, die Impulse ihrer Teamkollegen aufzunehmen und zusammen auf den Sieg hin zu arbeiten.

Als Designer sind wir immer darauf bedacht zu versuchen, den Spielern zum Erfolg zu verhelfen. Szenarien zu erschaffen, die Spieler überwältigen oder verwirren, ist einfach. Die Herausforderung besteht darin, die Grundlagen für Erfolge zu schaffen. Von daher unterstreicht Kalista den kooperativen Endzustand, in dem sie und ihr Verbündeter die größten Chancen auf Erfolg haben, und bietet die Werkzeuge, welche die Spieler befähigen, diesen Zustand zu erreichen.

Es ist wichtig, die richtigen Pfade für die Spieler zu beleuchten, damit das Unsichtbare für kurze Zeit sichtbar wird. Der Fokus eines Champions bietet dem Spieler die Gelegenheit, sein Können auf diesem Gebiet zu festigen, damit er diese Stärke auch in anderen Zusammenhängen gewinnbringend einsetzen kann. Stellt euch den Dschungel aus Sicht eines neuen Spielers vor: Er wird wahrscheinlich nicht sehen, welchen Wert das Farmen hat, oder wie wichtig es ist, dem gegnerischen Jungler das Farmen zu erschweren, und gleichzeitig noch die großen Kartenziele unter Kontrolle zu halten. Nunus „Konsumieren“ ist ein großartiges Werkzeug beim Jungling, das eine erfolgreiche Spielweise unterstreicht. Wer Nunu meisterhaft spielen kann, weiß wie man im Dschungel zurechtkommt und kann auch mit anderen Champion in dieser Rolle Erfolg haben.

Stellt euch dies nun hinsichtlich Kalistas Fokus auf das Erleichtern der Kooperation vor:

Wachposten

Passiv: Seelenverbunden – Falls Kalista und ihr Verbündeter einen Gegner innerhalb von einer Sekunde nacheinander angreifen, verursachen sie an ihrem Ziel zusätzlichen magischen Schaden.

„Seelenverbunden“ wurde gemacht, um effektives Duo-Lane-Teamspiel zu offenbaren. In der unteren Lane zerfallen die Kämpfe oft in 1-gegen-1-Scharmützel in unmittelbarer Nähe, anstatt 2-gegen-2-Kämpfe ausgetragen werden, die man durch Kooperation mit dem Verbündeten gewinnt. Die passive Wirkung von „Wachposten“ unterstreicht das, was in diesen Situationen oft optimal ist: fokussiertes Feuer.

Um dem Spieler die Kriterien für einen Erfolg verständlich zu machen, ist es ebenso wichtig, ihm die Werkzeuge an die Hand zu geben, dorthin zu kommen. Werkzeuge zur Kooperation sind insofern interessant, als dass sie mehr als nur Stärke beinhalten. In diesem Sinne bemüht sich Kalistas Fertigkeitenpalette darum, Teamarbeit zu fördern, indem sie Anreize für egoistische Spielweisen beseitigt und schon optisch ihre Absicht kommuniziert.

Nehmt beispielsweise die aktive Wirkung von „Wachposten“: Es nimmt eurem Supporter (und vielleicht auch Seelenverbundenen) den Druck, immer die Sicht aufrecht zu halten. Auf diese Weise werden Supporter öfter für eine Zusammenarbeit zur Verfügung stehen, um zusätzlichen Schaden zu verursachen und mit „Ruf des Schicksals“ für Angst und Schrecken zu sorgen. Diese Art von Design erlaubt es uns, den Schwerpunkt auf engere, stabilere Teamarbeit zu legen, ohne dass Kalista so sehr von der Kommunikation abhängt, dass man praktisch im gleichen Raum mit dem Seelenverbundenen sein muss.

Wir können es kaum erwarten, zu sehen, was ihr aus Kalista machen werdet. Lasst uns unten wissen, was ihr denkt!